Heilpraktiker Rüther Paderborn - Praxis für Naturheilverfahren, Umweltmedizin und, Komplementäronkologie am CAMPUS

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Unklare Magenschleimhaut-Entzündungen und virale Infektionen

Unklare Magen-Dünndarm-Schleimhautentzündungen und virale Infektionen (HHV6)

 

Rüther - Praxis für Naturheilverfahren, Umweltmedizin, und Komplementäronkologie: Unklare Magenschleimhautentzündungen und virale InfektionenHintergrund:

Nach wissenschaftlichen Studien (Fonds der Sigrid Juselius Foundation /Universitätsklinikum Helsinki) kann eine Gastroenteritis (Darmentzündung) durch eine virale Infektion mit HHV-6 Humanes (Herpes-Virus-6- Erregern) ausgelöst oder unterhalten werden.

In der Untersuchung wurde u.a. die Schleimhaut des oberen Gastrointestinaltrakts durch Biopsien untersucht. Hierfür wurde einerseits die Schleimhaut des Magens und des Dünndarms von Patienten untersucht, die eine Lebertransplantation erhalten haben, jedoch wurden ebenso immunkompetente Patienten in die Studie aufgenommen, die unspezifische Magen-Dünndarm Beschwerden in der Anamnese äußerten. In der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts wurden immunhistochemisch HHV-6 und CMV-spezifische Antigene nachgewiesen, wobei die untersuchten Proben leichte bis mittelgradige Entzündungsflächen aufwiesen.

Seit nunmehr 30 Jahren beobachte ich, dass viele Patienten mit unklaren, dyspeptischen Symptomen in meine Praxis kommen. Vielfach berichten Patienten von mehrfachen Gastroskopien/Coloskopien ohne nennenswerten Schleimhautbefund. In einigen Fällen wird dann ein Säureblocker verordnet, um die Symptomatik erträglicher zu machen. Andere Patienten berichten über Gallengangs/Gallenblasen-symptome, für die es keinen diagnostischen Anhalt über Ultraschall oder CT gibt.

Nun stellt sich für einige Therapeuten die Frage, welche Ursachen sind für diese, z.B. Reizdarmsymptome, Völlegefühl, Diarrhoen, unspezifische Bauchschmerzen, verantwortlich?
Hier besteht Erklärungsbedarf. Einerseits sind es Verschiebungen der Stuhlflora (Mikrobiom), andererseits können Parasiten zu o.g. Symptomen führen. Wenn es hier, trotz einer umfangreichen Magen-Darm-Sanierung nicht zu einer nachhaltigen Symptomenverbesserung kommt, sollte nach anderen Ursachen gefahndet werden.

 

Vorgehensweise:

Hier kommt ein neuartiges SPECTOGRAPHIE-System in unserer Praxis zum Einsatz, welches eine mögliche Erregerbelastung darstellen kann.
Durch ein mehrschichtiges, digitales Verfahren werden u.a. Lymphknoten im Bereich Magen, Pancreas, Leisten oder Dünndarm, auf eine spezielle Virenbelastung (HHV-6, CMV( Cytomegalievirus)) überprüft.
Da HHV-6 ein lymphotropes Virus (s. Lymphknoten) ist, verfügt es auf seiner Oberfläche über einen speziellen CD46-Rezeptor, der auch andere Zelltypen wie Monozyten, Endothel- und Epithelzellen infizieren kann. Da jede Zelle ein individuelles Ladungspotential aufweist, sich dieses bei Erregerbelastung in der mehrschichtigen Spectographie jedoch verändert, kann über weitere digitale Messanalysen der Verdacht einer Erreger/Virenbelastung geäußert werden.
Hierfür werden mindestens 16 digitale „Schleimhautproben“ untersucht, um weitere Speziallaboruntersuchungen zu rechtfertigen.
Durch spezielle DNA/ PCR-Untersuchungen in dafür eigens spezialisierten ärztlich geführten Laboren kann dieser Verdacht valide dokumentiert und einer zielgerichteten Therapie zugeführt werden.

 

Fazit:

Es sollte nach weiteren Ansätzen in der Diagnostik von unklaren Magen-Darm-Beschwerden gesucht werden. In vielen weiteren wissenschaftlichen Forschungsarbeiten wurde der Zusammenhang zwischen Herpes-simplex-Virusinfektionen und chronischen Magenerosionen hergestellt. So kann eine CMV-Infektion (Cytomegalie) im Magen-Darm-Trakt zu Ulzerationen, Erosionen und Schleimhautblutungen führen. Häufig sind bei Patienten auch Koinfektionen mit anderen Mikroorganismen, einschl. Epstein-Barr-Virus, CMV (Cytomegalie-Virus) Adenovirus, Herpes-simplex-Virus, Rotavirus und Candida albicans vorhanden. Das erklärt eventuell auch schwere Durchfälle, die mitunter auftreten ohne ersichtlichen Grund. So wurde in weiteren Untersuchungen das Vorhandensein von HHV-6-DNA in Becherzellen des Magen/Dünndarm und weiteren Gewebezellen nachgewiesen.
Die therapeutische Vorgehensweise hängt u.a. von der im Blut diagnostizierten Erregerbelastung ab. Nur in einer ganzheitlichen Diagnostik können die Ursachen systematisch erkannt und einer zielgerichteten Therapie, zugeführt werden.

Vielen Dank für Ihr Interesse an meinem Artikel.
Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Jacobs zur Verfügung.

 

Yamanishi Okuno Shiraki et al.
Identifizierung des humanen Herpesvirus-6 als Erreger von Exanthem subitum
Crossref
PubMed

Update zu Biologie, klinischen Merkmalen und Therapie des humanen Herpesvirus 6, 3
Ljungman Singh

Humanes Herpesvirus-6 bei Empfängern von soliden Organ- und Stammzelltransplantationen
Linnavuori

Höckerstedt
Humane Herpesvirus-6-Antigenämie nach Lebertransplantation

Human herpesvirus-6 entry into the central nervous system through the olfactory pathway
Erin Harberts,a,1 Karen Yao,a,b,1 Jillian E. Wohler,a Dragan Maric,c Joan Ohayon,a Robert Henkin,d and Steven Jacobsona,2