Heilpraktiker Rüther Paderborn - Praxis für Naturheilverfahren, Umweltmedizin und, Komplementäronkologie am CAMPUS

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Harnblasenkarzinom

Februar 12, 2013

Die menschliche Harnblase im Querschnitt.Symbolgrafik.LogoEin Krebs der Harnblase ist ein äußerst „heimtückischer“ Tumor, denn er kann jahrelang wachsen, ohne dass sich Beschwerden einstellen und die Betroffenen davon etwas merken. Für einen Blasenkrebs gilt jedoch, was auch für alle anderen bösartigen Erkrankungen gilt: Je früher sie erkannt werden, desto besser sind die Behandlungs- und Heilungschancen.

Beim Blasenkrebs gibt es keine echten Frühsymptome. Wenn plötzlich der Urin einmal oder gar wiederholt blutig verfärbt ist, sollte die Ursache dafür umgehend geklärt werden, da dieses Leitsymptom leider nicht zu Beginn der Erkrankung auftritt.

Weitere Beschwerden, die den Verdacht auf einen Blasentumor nahe legen, sind ein erschwertes, bisweilen schmerzhaftes Wasserlassen oder häufiger Harndrang. Diese Symptome können jedoch auch als Blasenentzündung fehlgedeutet werden. Damit besteht die Gefahr, dass die Diagnose Blasentumor monatelang verschleppt wird.

Männer sind häufiger betroffen als Frauen

Tumore der Blase und der oberen Harnwege sind die Krebsarten, die im Zusammenhang mit Risikostoffen aus der Arbeitswelt am gründlichsten untersucht wurden. Demnach sind besonders Arbeitnehmer in der Gummi-, Farbstoff-, Leder- und chemischen Industrie, Tankwarte sowie Fernfahrer gefährdet. Auch Raucher und Personen, die über Jahre hinweg mehrmals wöchentlich Schmerzmittel einnehmen, haben ein erhöhtes Krebsrisiko.

Des weiteren begünstigen chronische Blasenentzündungen und Harnabflussstörungen die Entstehung der Tumore. Männer sind dreimal so häufig betroffen wie Frauen.

Die krebsauslösenden Substanzen werden in der Industrie und beim Rauchen über die Haut oder mit der Atemluft aufgenommen und anschließend mit dem Urin wieder ausgeschieden. Auf diesem Weg kommen sie mit der Harnblase in Kontakt. Die Zeitspanne, bis sich ein Tumor bildet, kann 15 bis 30 Jahre betragen.

Test mit Tumormarker

Für die frühzeitige Diagnose von Blasenkrebs steht jetzt ein einfach anzuwendender Test zur Verfügung. Bei diesem Test handelt es sich um den Tumormarker NMP22. Tumormarker sind Eiweiße, die von Krebszellen produziert werden.

Das NMP22 lässt sich im Urin nachweisen. Der Test ist sowohl zur Therapieüberwachung als auch zur Suche nach Blasentumoren geeignet. Der Patient braucht nur eine Urinprobe abzugeben, die mit einem Stabilisator sofort haltbar gemacht wird (max. 48 Stunden).

Wie wichtig eine möglichst frühzeitige Diagnose des Harnblasenkarzinoms ist, belegen die Zahlen: Pro Jahr erkranken in Deutschland ca. 15.000 Menschen an Blasenkrebs, etwa 6.000 Patienten sterben laut Statistischem Bundesamt daran.

Die Häufigkeit der Erkrankungen steigt ab einem Alter von 45 Jahren kontinuierlich an und erreicht beim Alter von 60 bis 70 Jahren ihr Maximum. Bei bis zu 22 % der Patienten ist der Krebs zum Zeitpunkt der Diagnose so weit fortgeschritten, dass er bereits in die Blasenwand eingewachsen ist.

Trotz der erwiesenen diagnostischen Bedeutung ist der NMP22-Test heute noch keine Kassenleistung. Ihr Therapeut muss Ihnen diesen Test daher privat in Rechnung stellen, wenn Sie ihn ausdrücklich wünschen.