Heilpraktiker Rüther Paderborn - Praxis für Naturheilverfahren, Umweltmedizin und, Komplementäronkologie am CAMPUS

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Magnetstimulation (rTMS) bei Depressionen

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist eine besondere Form der Gehirnstimulationstherapie. Dabei wird, vereinfacht gesagt, der Strom magnetischer Impulse genutzt, um bestimmte Teile des Gehirns zu aktivieren. Diese rTMS-Methode wurde 1985 gegen Depressionen entwickelt. Mittlerweile sind gute Forschungsergebnisse auch bei anderen neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Schlaganfall, Tinnitus, Zwangs-störungen und Dystonie erreicht worden.

Darstellung der Magnetstimulation (rTMS) bei bspw. Depressionen am Kortex

Bild: Dr. Häringer/Hirschbeck (MAG&MORE)

Stressbewältigung

Viele Patienten stellen zunehmend fest, dass sie den körperlichen, mentalen, emotionalen oder psychischen Belastungen nicht mehr gewachsen sind. Zuerst kommt es akut vorübergehend zu Stimmungsschwankungen und einer psychischen Belastung, die in der Regel wieder verschwindet. Wenn diese Symptome in immer kürzeren Abständen auftreten, kann das für die Familie, den Lebenspartner oder im beruflichen Umfeld sehr belastend sein. Es kann dazu führen, dass jede körperliche Aktivität, schon das Aufstehen aus der liegenden Position, also absolut jede Form der physischen und psychischen Belastung, gleich ob sie als positiv oder negativ empfunden wird, die Anpassungsprozesse des Körpers negativ verändert. All diese Anpassungsprozesse werden gemeinsam durch das zentrale hormonelle Stresssystem und durch das zentrale Nervensystem gesteuert, die beide intensiv miteinander vernetzt sind.

Akuter vorübergehender Stress wird ohne bleibende Folgen bewältigt. Anhaltende Belastungen können jedoch zu erheblichen Veränderungen auf physischer, mentaler und emotionaler Ebene führen. Die Reaktionsschwelle für die Entwicklung bleibender Störungen ist dabei individuell sehr unterschiedlich. Sie hängt von vorangegangenen prägenden Erlebnissen ab (traumatische Kindheitserlebnisse, Unfälle, Verluste, etc.). Auch die Intensität und die Dauer der Belastung sowie eine genetische Disposition können dazu führen, dass ein Patient bereits bei geringen Belastungen, die normalerweise problemlos kompensiert werden, Krankheitssymptome entwickelt.

Neurohormonprofil

Immer häufiger sehe ich in meiner Praxis Patienten, die eine vorausgegangene schwere bakterielle oder virale Infektion (z.B. Ebstein-Barr-Virusinfektion) scheinbar überstanden haben. In speziellen Blutuntersuchungen ist jedoch eine deutliche Verschiebung der Neurohormonachse erkennbar, die in Verbindung mit spezifischen Entzündungsmarkern das Neurohormonprofil nachhaltig defizitär verschieben.

Zu den möglichen Folgen anhaltender, individuell zu hoher Stressbelastung zählen: Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Angststörungen, Panikattacken, Motivationsverlust, Müdigkeit und Erschöpfung bis hin zum chronischen Erschöpfungssyndrom. Zahlreiche Untersuchungen der Neurostressachse in unserer Praxis zeigen, dass es einen Zusammenhang im Gehirn zwischen Depressionen und Stress gibt. So zeigte sich, dass in der Hypophyse/Hypothalamus eine Substanz namens CRF gebildet wird. Dieses CRF gelangt über die Blutbahn in die Nebennierenrinde. Dadurch werden hier Stresssymptome ausgeschüttet. Nach bisherigen Erkenntnissen funktioniert diese ausgewogene Balance des Regelkreises bei Personen nicht mehr, die unter Depressionen leiden. Hier herrscht immer Dauerstress, mit CRF als übergeordneten Faktor (
CRF = Corticotropin-Relaising-Faktor-Hypothalamus-ACTH-Sympatikus).

Behandlung von Depressionen

Depressionen oder depressive Verstimmungszustände sind häufig auch ein Grund für die berufliche Erwerbsunfähigkeit. Nicht immer ist es einfach, mit den herkömmlichen Präparaten der Pharmakotherapie ein zufriedenstellendes Therapieergebnis zu erzielen. Häufig kommt es zu Teilnahmslosigkeit, Energielosigkeit, Übergewicht, Wesensveränderung oder auch Impotenz. Die erfolgreichen psychotherapeutischen Maßnahmen scheitern häufig an den monatelangen Wartezeiten, die der depressive Patient akzeptieren muss. Das führt vielfach zu einem langen, kraft- und zeitraubenden Prozess.

Die nebenwirkungsfreie Therapie mit Magnetstimulation (rTMS) bei depressiven Patienten bietet hier einen völlig neuen Therapieansatz bei der Behandlung von Depressionen und anderen Störungen der Neurohormonachse.

Neuromodulation mit transkranieller Magnetstimulation (rTMS)

Die rTMS-Neuromodulation ist mittlerweile an den Lehrstühlen München, Passau, Ulm, Essen und einigen weiteren sehr gut wissenschaftlich untersucht worden. In zahlreichen Forschungsveröffentlichungen (Prof. Siebner, Prof. Ziemann, Prof. Padberg etc.) konnte gezeigt werden, dass bei depressiven Patienten eine Unterfunktion des linken frontalen Hirnlappens vorliegt. Man kann also sagen, dass es sich um eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Stoffwechselstörung im Gehirn handelt.

Genau hier setzt diese neue Behandlungsmethode mit Magnetstimulation (rTMS) ein. Magnetfelder dringen durch die Schädeldecke zum betroffenen Hirnareal vor. Dadurch werden die Nervenzellen im Stirnlappen zu vermehrter Aktivität angeregt und es kommt zu einer besseren Vernetzung einzelner Gehirnareale. Um den gewünschten Therapieerfolg mit der Therapie mit Magnetstimulation (rTMS) zu erzielen sind mindestens 10-15 hintereinander folgende Behandlungen notwendig.

Eine Sitzung dauert 30-50 Minuten. Der Patient sitzt hier entspannt in einer halbliegenden Position, wobei der Kopf und die Halswirbelsäule mit einem speziellen Vakuumkissen optimal gelagert werden. Nur ein leichtes Klopfen erinnert daran, dass die Magnetimpulse auf das betreffende Hirnareal abgegeben werden.